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Arbeitsbedingungen und Gesundheitsmanagement

Arbeitsbedingungen, Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement an unserer Schule umfassen die Bereiche Sicherheit und Gesundheitsförderung für alle Teilnehmer unseres Schullebens, um eine gute und gesunde Schule zu gewährleisten. Gesundheit ist dabei im Sinne der Weltgesundheitsorganisation WHO zu verstehen als körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden. Arbeitsschutz ist ein Beitrag zur Schulqualität und somit integraler Bestandteil der Qualitätskonzepte.

 

Wir bemühen uns um Erfassung und Bearbeitung aller Belastungsfaktoren – einschließlich der psychosozialen – und um eine Stärkung der Bewältigungspotentiale aller Beteiligten, um Verbesserung und praktische Umsetzung. Hier sind alle persönlichen Verhaltensweisen und Emotionen betroffen, die sensibel und respektvoll behandelt werden müssen.

 

Sowohl eine Gefährdung der Sicherheit und der Gesundheit unter Berücksichtigung aller Faktoren der Arbeitsumgebung einschließlich psychosozialer Belastungen und der Arbeitsorganisation als auch die auftretenden Wechselwirkungen sollen klar angesprochen werden, um Verbesserungsmaßnahmen zu planen, durchzuführen, auf ihre Wirksamkeit hin zu prüfen, sich ändernden Gegebenheiten anzupassen und den gesamten Prozess bei Bedarf zu dokumentieren (z.B. durch Förderpläne, VESUV, Eltern- / Schülerbefragungen, dienstliche Gespräche, „Person des Vertrauens“, Frauenbeauftragte, Einschaltung und Teilnahme einer weiteren Lehrperson bei voraussichtlich schwierigen Elterngesprächen, Schulpsychologischer Dienst, Sozialarbeiterin der Schule etc.).

 

Zu den Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz Schule gehören neben der Gestaltung der Räume und Arbeitsbereiche also die Themenkomplexe „Arbeitssicherheit“, „Zeitmanagement“ und „Abbau von Belastungen und Gesundheitsgefährdungen“.

Beteiligt, verantwortlich, beauftragt und betroffen im Arbeitsschutzmanagement sind die Schulleitung, alle Lehrkräfte, der Hausmeister, die Sekretärin, der Schulträger, der Brandschutzbeauftragte, die Sicherheitsbeauftragten, der Lehrerrat, die Frauenbeauftragte, die Medienbeauftragte, die Behindertenbeauftragte und die gesamte Schulgemeinde.

 

Die Fachkräfte der Arbeitssicherheit sowie die gewählten Vertreter der Gremien nutzen gezielt ihre Aufgabe, die Schulleitung beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung sowie der gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeitsplätze für Schüler und Lehrer zu unterstützen. Wir halten ein waches Auge auf das Eingliederungsmanagement in Bezug auf neue Schüler, Eltern und Lehrkräfte, besonders schutzbedürftige Personengruppen wie schwangere Lehrkräfte (Einhaltung der Mutterschutzmaßnahmen) oder schwerbehinderte Schüler und Lehrer, Fort- und Weiterbildung zur Arbeitssicherheit, Einschaltung von Schulpsychologen, Hinweise unseres Sicherheitsbeauftragten, sicherheitstechnische Überprüfungen der technischen Einrichtungen, angemessene Beleuchtung und Raumtemperatur in allen Arbeitsbereichen (Klassenräume, Flure, Fachräume, Lehrerzimmer, Sekretariat etc.), richtiges Sitzen, Brandschutz- und Alarmübungen und mögliche Evakuierungen, Schulhof und Spielgeräte, Infektionsschutz und Hygiene (auch Staubvermeidung und Allergieschutzmaßnahmen), Lärm, Zeitdruck, Organisation der Ersten Hilfe sowie Pflaster in allen Klassen, psychosoziale Belastungen, den Sport- und Schwimmunterricht, gegenseitige Unterstützung, produktive Konfliktbewältigung, Aufsicht, Belastungen während des Weges zur / von der Sport- und Schwimmhalle, Datenschutz und Mobbing jeglicher Art und bemühen uns täglich um Wahrung und Steigerung des leistungsfördernden Wohlfühlfaktors.

 

Interventionsmaßnahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements sehen wir in den Arbeitsbedingungen. Dazu gehören freie Handlungsspielräume (z.B. weitgehend freie Zeitplanung und Verteilung des Lernstoffes während eines Unterrichtstages), die Vermeidung von Zeitdruck (möglichst längerfristige Ankündigung und Planung von Konferenzen, Schulveranstaltungen, Vertretungsplänen, Lehrersprechstunden etc. ), der Aufbau sozialer Beziehungen (z.B. Kennenlernfeste/Abschiedsfeste der Klassen, gemeinsame private Veranstaltungen des Kollegiums, Jahrgangstreffen, Elternbriefe an die gesamte Schulgemeinde „betrifft“ etc.), das Arbeiten in Teams (z.B. regelmäßige Treffen der Lehrkräfte, gemeinsame Arbeitsberichte, Lernzielkontrollen, Einkäufe, Festplanungen, Jugendherbergsfahrten, Ausflüge etc.). Auch das Teilen von Verantwortung (z.B. mehrere Aufsichten pro Pause, mehrere Lehrkräfte in einer Klasse, Übertragung einzelner Schwerpunkte der schulischen Arbeit auf spezialisierte Fachkräfte etwa in den Bereichen Radfahrausbildung, Erste Hilfe, Sportfestkonzeption, Ein- und Ausschulungsfeiern, Gottesdienstorganisation, Medienüberwachung und -service ist ein Teil des Gesundheitsmanagements.

 

Im Bereich der Arbeitsorganisation unterstützt das Führungsverhalten der Schulleitung (z.B. tägliche Ansprechbarkeit ab 7 Uhr morgens, Offenheit, Beachtung individueller Bedürfnisse wie langfristige Überbelastung, Krankheit, schulinterne Elternbriefe, Unterstützung bei jeglichen Problemen zwischen Schülern, Eltern und Kollegen) das Gesundheitsmanagement. Dabei werden der Abbau von Hierarchie (z.B. Sprecher für die einzelnen Fachbereiche, Anbahnung von Spezialisten, Jahrgangssprecher, Klassensprecher, Lehrerrat etc.), eine gute Prozessorganisation (z.B. Sammelordner für Materialien, tägliches Melderegister kranker Schüler für die OGGS, Telefon – Notruflisten, Informationswände im Lehrerzimmer, Aushänge, möglichst übersichtliche Vertretungspläne etc.), eine gute Organisationskultur (Übersichtlichkeit, gute Lesbarkeit, Hilfsbereitschaft, tägliche Überprüfung der Vertretungspläne durch jede Lehrkraft bis 7:30 Uhr etc.), eine faire und auf individuelle Bedürfnisse eingehende Arbeitsverteilung (z.B. Wahrung persönlicher Wünsche, „Wunschlisten“ der Lehrkräfte zum Schuljahresbeginn, Abwägung der Belastung für die verteilten Einzelverantwortlichkeiten, Verteilung von Verantwortung auf „mehrere Schultern“) sowie attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten angestrebt. Dazu tragen eine geringe Lehrerfluktuation, Innovationsbereitschaft, Kooperationsbereitschaft, gemeinsame Arbeitskonzepte, Weitergabe von Planungs- und Arbeitsmaterialien an Kollegen, die Möglichkeit des Tausches von Aufsichten oder individueller Einzelstundentausch bei.

 

Diese Bausteine einer gesunden Schule liegen uns sehr am Herzen. Wir möchten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern und unserer motivierenden Kraft eine Kultur des Vertrauens schaffen, so dass alle gesund und glücklich an unserem Schulalltag teilnehmen können. Achtsamkeit und Anerkennung eines jeden Einzelnen sollen überragende Ziele unserer Schule sein.

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